Der HSV Hamburg hat in der Handball-Bundesliga nur mit Glück einen Punktverlust vermieden. Rückraumspieler Marcin Lijewski rettete dem Tabellenzweiten mit seinem Treffer 21 Sekunden vor Schluss einen schmeichelhaften 25:24 (11:10)-Heimerfolg gegen den TuS N-Lübbecke.
Mit 26:2 Punkten bleiben die Hamburger erster Verfolger von Spitzenreiter THW Kiel. Der Titelverteidiger feierte einen 41:22 (24:10)-Kantersieg gegen den TSV Hannover- Burgdorf und ist in der Bundesliga weiter ungeschlagen. Überragender Kieler Akteur war Nationalspieler Christian Sprenger mit zehn Toren.
Auf dem dritten Rang folgen die Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer deklassierten den überforderten SC Magdeburg vor 9991 Zuschauern mit 40:21 (23:8) und verdrängten den TBV Lemgo auf den vierten Platz. Die Ostwestfalen hatten das Nachbarschafts-Duell bei GWD Minden mit 30:21 für sich entschieden. Bei den Rhein-Neckar Löwen warf Uwe Gensheimer (10/6) die meisten Tore. Yves Grafenhorst (9) war bester Werfer für den SC Magdeburg, bei dem Bennet Wiegert bereits in der 28. Minute die Rote Karte nach drei Zeitstrafen sah.
Die Hamburger schienen das enge Spiel gegen die kämpferischen Ostwestfalen beim 17:15 (46.) in den Griff zu bekommen. Doch genau das Gegenteil passierte: Arne Niemeyer sorgte beim 18:17 (49.) für die erste Nettelstedter Führung nach dem 12:13 (36.). Noch 57 Sekunden vor Spielende hatten die Gäste beim Stand von 24:24 den Coup in Reichweite, ehe dann Lijewski die Hamburger erlöste. Beste Torschützen waren Hans Lindberg (5/3) für Hamburg und Michal Jurecki (7) für die Nettelstedter.
Quelle: sport.de | Foto: dpa